Pendelring
Dieser Ring erhielt seinen Namen von der Schlangenlinie, mit denen er sich fortbewegen lässt und von Moses Pendleton der Gruppe Momix (USA). Der mathematische Name dieses Objekts, das im Wesentlichen aus zwei verschränkten Halbbögen besteht, lautet „Sphericon", erfunden von Colin Roberts im Jahr 1970. In den darauf folgenden Jahren hat dieses Objekt, dessen Schwerpunkt beim Abrollen immer auf einer Ebene bleibt, viele Bildhauer und Mathematiker beschäftigt. In Europa sind wir die erste Gruppe, die diese von uns aus Holz gebaute Struktur in einer Aufführung verwendet.
Bei gewöhnlichen Drehbewegungen im Geräteturnen und in der Artistik bleibt die Drehachse im Raum stabil (bei verschiedenen Saltos, Rad und Pirouette). Die Artistik mit dem Pendelring zeichnet sich dagegen dadurch aus, dass die körpereigene Drehachse im Raum nicht stabil bleibt sondern rotiert. Der Zugang zu diesem Ring erfordert tänzerische Annäherung statt Geradlinigkeit, sich fallen lassen und im Bewegungsfluss bleiben, statt punktueller statischer Kraftanstrengungen.
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