Hochseil - Seiltanz

    Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray – Kapitel 3
    »Nun, der Weg zur Wahrheit führt über Paradoxien. Um die Wahrheit zu prüfen, muß man sie seiltanzen lassen. Wenn die Wahrheiten Akrobaten werden, können wir über sie urteilen.«

    Seiltanz
    Schon in der Antike sollen Seiltänzer ihre Künste gegen Bezahlung vorgeführt haben. Ursprünge dieser Kunst liegen in den gebirgigen Gegenden von Mittelasien (Usbekistan), wo Hirten schon früh gelernt haben Schluchten auf einem Seil zu überqueren. Im Mittelalter sind fahrende Seiltanztruppen auf Märkten (Morisken) und auf Fürstenhöfen aufgetreten.

    114 Drähte sind so eng verwoben und so stark gespannt, dass die Zuschauer gerne in die Illusion des „Wanderer der Lüfte“ eintauchen. Das Besondere an dieser Aufführung ist die hohe Dichte von klassischen Kunststücken wie die Balance auf dem Sessel, der Rückwärtsrolle oder die Überquerung mit Augenbinde. Vor allem die Rollen gehören zu jenen Bewegungsabläufen die normalerweise in dieser Höhe unter freiem Himmel nicht gezeigt werden. Der gewählte Aufbau des Seils geht auf die architektonischen Gegebenheiten des Platzes ein. So werden Kanalschächte, starke Bäume Säulen oder auch Gebäude bewusst als Verankerung des Seils herangezogen. Die Seiltanzanlage steht nicht autonom wie ein importiertes Turngerät am Platz, sondern wird integraler Teil der öffentlichen Fläche

    Artist: Walter Moshammer
    Höhe des Drahtseils: 3 – 4 Meter
    Stromanforderung: 16 A / 220 Volt
    Seilfabrikation: 12 mm 6 x 19 Din 3060
    Dauer der Show: 10 min
    benötigte Freifläche: 16 m x 5 m
    geeignet für: Firmenfeiern, Stadtfeste
    Seilspannung: 1500 kp
    Musik: Nina Rota, Yanni

    Platzbedarf (4 m Seil): 7 x 25 m Dauer: 12 Minuten

    Hochseil
    Ein Hochseil ist wie das Tanzseil ein stark gespanntes Seil aus Draht und wird, wie der Name schon sagt, in größeren Höhen verwendet. Im Zirkus beträgt die Höhe etwa 8 bis 10 Meter, im Freien können es bis über hundert Meter sein (Zirkus Meer bietet Höhen bis 25m an). Wir benutzen üblicherweise eine Balancierstange, die zwischen 5 m und 20 m lang und bis 30 kg schwer ist, um ein größeres Trägheitsmoment und einen tieferen Schwerpunkt zu erlangen, was das Balancieren erheblich erleichtert. Bei den im Freien üblichen Höhen und den Seillängen von bis zu zweihundert Metern ist es ohne Balancierstange nahezu unmöglich, dem Wind und den auftretenden Schwingungen standzuhalten. Lange Seile werden in bestimmten Abständen mit seitlichen Abspannseilen („Cavaletti“) gegen zu starkes Ausschwingen gesichert.

    Ursprünge des Hochseillaufens liegen in den gebirgigen Gegenden von Mittelasien (Usbekistan) wo Hirten schon früh gelernt haben, Schluchten auf einem Seil zu überqueren.

    Artist: Walter Moshammer
    maximale Höhe: 25 m Meter
    maximale Länge: 200 m
    Seilfabrikation: 14 mm 6 x 19 DIN 3060
    Dauer der Show: 20 min
    geeignet für: Firmenfeiern, Stadtfeste
    Seilspannung: 2200 kp
    Spanngerät: Habegger 3,2 to

    en-flag ENGLISH
    “Well, the way of paradoxes is the way of truth. To test reality we must see it on the tight rope. When the verities become acrobats, we can judge them.” Oscar Wilde, The Picture of Dorian Gray

    tightrope walking / Seiltanz
    114 wires woven so tightly, and so taut that the viewers are happy to immerse themselves into the illusion of the “Wanderer der Lüfte“. What is so special about this performance in the high concentration of classical artistic feats including balancing on an armchair, the backward roll, or traversing while wearing a blindfold. Above all, the rolls are movements that are usually not presented at this height outdoors.

    How the rope is mounted depends entirely on the structural situation found at each particular location. HDrainpipes, sturdy trees, pillars, or even buildings are used intentionally to anchor the rope. The high-wire construction does not stand autonomously on its spot as if it were an imported piece of gymnastic equipment but becomes an integrated part of the public area.

    high wire / Hochseil
    Like the tight rope, the high wire is a highly tensioned rope made of wires. As the name says, it is used in extreme heights. In a circus tent, the height is about 8 to 10 meters. In open air, heights of more than a hundred meters are possible (Zirkus Meer offers heights of 25 meters). We usually use a balancing pole, which is between 5 and 20 meters wide and weighs 30kg. It serves to provide greater inertia and a lower center of gravity. This alleviates the balancing feat to a large degree. In the extreme heights common in open air performances, and with rope lengths of up to 200 meters, it is nearly impossible to resist the wind and the strong vibrancy. Long ropes are somewhat secured from this vibrancy through lateral extra ropes (“cavalettis”).
    The origins of high wire feats lie in the mountainous areas of central Asia (Uzbekistan), where sheperds learned to cross canyons on a rope early on.

    it-flag ITALIANO – Fune alta – funambolismo
    „Dunque, la strada dei paradossi è la strada della verità. Per esaminare la verità si deve vederla sulla fune alta. Se le verità diventano acrobati, le possiamo giudicare.“ Oscar Wilde, Il ritratto di Dorian Gray

    Funambolismo
    114 fili, strettamente collegati e tesi, cosicché gli spettatori s’immergono volentieri nell’illusione del „camminatore in alto“. La particolarità di questo spettacolo è la concentrazione di acrobazie classiche, come l’equilibrismo sulla sedia, la capriola all’indietro oppure attraversare la fune alta con gli occhi bendati. Soprattutto le capriole normalmente non si fanno vedere in tale altitudine a cielo aperto.
    Per il montaggio della fune vengono presi in considerazione le circostanze architettoniche della piazza. Così anche tombini, alberi grandi, colonne o edifici possono essere l’ancoraggio per la corda.

    Fune alta
    Una fune alta è come una corda di filo metallico molto tesa e viene, come già dice il nome, usata in altezze rilevanti. Nel circo l’altezza è da 8 fino a 10 metri ca., all’aperto invece può raggiungere più di 100 metri (Zirkus Meer offre altezze fino a 25 m). Noi normalmente usiamo un bilanciere, lungo da 5 m fino a 20 m e pesante fino a 30 kg, per ottenere un momento d’inerzia più grande e un centro di gravità più basso, così ci si tiene in equilibrio più facilmente. All’aperto, dove altezze estreme e lunghezze della corda di ca. 200 m sono usuali, è quasi impossibile resistere al vento e alle vibrazioni senza bilanciere. Per evitare vibrazioni troppo forti si assicurano le lunghe funi con cavaletti laterali a determinate distanze.
    Le origini del funambolismo si trovano nelle regioni montuose dell’Asia Centrale (Usbekistan), dove pastori hanno imparato già anticamente ad attraversare le gole su una corda.